{"id":2552,"date":"2024-11-15T13:39:53","date_gmt":"2024-11-15T11:39:53","guid":{"rendered":"https:\/\/hog.thecreativeplot.com\/en-eu\/?p=1977"},"modified":"2024-12-19T12:13:21","modified_gmt":"2024-12-19T10:13:21","slug":"mit-charme-zum-erfolg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hog.thecreativeplot.com\/de\/mit-charme-zum-erfolg\/","title":{"rendered":"MIT CHARME ZUM ERFOLG"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"intro wp-block-paragraph\">Die Motor Company ist dankbar, in ihren fr\u00fchen Jahren von den F\u00e4higkeiten einer so begnadeten Pers\u00f6nlichkeit profitiert zu haben<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer w\u00fcrde, wenn Zeitreisen m\u00f6glich w\u00e4ren, nicht gern einmal mit den Gr\u00fcndern von Harley-Davidson\u00ae sprechen? Wenn deren Terminkalender allerdings voll w\u00e4ren, dann w\u00e4re ein Mann namens \u201aHap\u2018 eine echte Alternative.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Howard \u201aHap\u2019 Jameson wurde 1892 in Jacksonville, Illinois, geboren. Um 1910 machte er sich einen Namen als Motorrad- Rennfahrer. Er wurde damals oft beim \u00f6rtlichen Eisenwaren- und Fahrradh\u00e4ndler gesehen. Dem Besitzer dieses Ladens stattete Ende 1911 Arthur Davidson, einer der H-D<sup>\u00ae<\/sup> Gr\u00fcnder, einen Besuch ab, um ihn als Harley<sup>\u00ae<\/sup> Vertragsh\u00e4ndler zu werben. Arthur kam dabei mit Howard ins Gespr\u00e4ch und bot ihm ohne Z\u00f6gern eine Anstellung im Hauptquartier in Milwaukee an. Howard willigte unter der Bedingung ein, dass die Motor Company seine Umzugskosten \u00fcbernahm. Gesagt, getan \u2013 im Januar 1912 sa\u00df Hap im Zug nach Milwaukee.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sein erster Job dort war es, neue Maschinen Probe zu fahren, sie zu bewerten und Verbesserungsvorschl\u00e4ge zu machen. Es dauerte nicht lange, bis das Entwicklungsteam merkte, wie gut sich Jameson mit Elektrizit\u00e4t auskannte \u2013 schlie\u00dflich hatte er vor seiner Harley Zeit mit seinem Bruder eine Elektro-Firma gegr\u00fcndet. Von da an arbeitete er an einem der ersten Meilensteine in der Motorradgeschichte, der 11-J von 1915. Sie war in ihrer Zeit so eine Art Project RUSHMORE Bike und als erstes Modell mit elektrischem Licht ausger\u00fcstet, das die Stra\u00dfe viel besser ausleuchtete als die bis dahin \u00fcblichen Karbidlampen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jameson, ein begnadeter Biker und Racer, bot sich h\u00e4ufig aus freien St\u00fccken als Tour Guide an \u2013 so auch dem Short Grass Motorcycle Club von Kansas. Dessen Mitglieder zeigten sich so beeindruckt von Haps sonnigem Charakter, dass sie ihn \u201aHappy\u2018 tauften und zu ihrem Clubvorsitzenden ernannten. Sein ganzes Leben lang hat Jameson immer gern an Club-Events, Rallys und Hill Climbs teilgenommen. Sp\u00e4ter in seiner Karriere entwickelte er f\u00fcr den Einsatz bei Hill Climbs und anderen Wettbewerben sogar einen speziellen photoelektrischen Z\u00fcndmechanismus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In den sp\u00e4ten 1910er Jahren setzte die Company Jameson als Ausbilder bei der U.S. Armee und bei der Polizei ein. Seine Zusammenarbeit mit dem legend\u00e4ren Joe Ryan f\u00fchrte w\u00e4hrend des ersten Weltkriegs zur Gr\u00fcndung der \u201aQuartermaster School for Army Mechanics\u2018, heute bekannt als ,Harley-Davidson University\u2018. Jameson war ein wahres Multitalent. Er half H\u00e4ndlern, ihr Verkaufsgeschick zu trainieren, und seine Fotos schm\u00fcckten regelm\u00e4\u00dfig die Seiten im Harley-Davidson Dealer und im Enthusiast. Aufgrund seines Charismas entwickelte er vor der Kamera eine nat\u00fcrliche Ausstrahlung, und zahlreiche Werbefotos zeigen sein gewinnendes L\u00e4cheln.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hog.thecreativeplot.com\/en-eu\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/happy-go-lucky-2000_1-1024x813.jpg\" alt=\"Howard \u2018Hap\u2019 Jameson regularly ascended to the top of chess championships\" class=\"wp-image-1980\"\/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Howard ,Hap\u2018 Jameson erzielte regelm\u00e4\u00dfig Top-Platzierungen bei Schachmeisterschaften. Hier zu sehen mit seinem Gegner bei einem Turnier in Milwaukee<\/figcaption><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Schreiben konnte Jameson auch. In den 1920er Jahren schrieb er unter dem Pseudonym \u201aUncle Frank\u2018 die Ratgeber- Kolumne ,Uncle Frank\u2019s Mailbag\u2018 im Enthusiast. Die Leser l\u00f6cherten Jameson mit ihren Anliegen, und er beantwortete in lockerem und humorvollem Stil, aber mit immensem fachlichen Wissen und h\u00e4ufi g technisch sehr detailliert auch die schwierigsten Fragen. Er schrieb auch ausf\u00fchrliche Artikel \u00fcber neue H-D Modelle und verfasste 1929 eine zweib\u00e4ndige Geschichte \u00fcber die Motor Company.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Bevor Jameson w\u00e4hrend des zweiten Weltkriegs als Major in der Armee diente, \u00fcberwachte er pers\u00f6nlich die Vorbereitungen f\u00fcr den Bau der mittlerweile legend\u00e4ren WLA Milit\u00e4rmaschine, die sp\u00e4ter unter dem Namen \u201aLiberator\u2018 bekannt werden sollte, sowie den Bau des XA Boxermotors, der speziell f\u00fcr den Einsatz in der W\u00fcste konstruiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Jamesons m\u00f6glicherweise gr\u00f6\u00dfte Begabung aber war sein angeborenes Geschick, den Kunden das Gef\u00fchl zu vermitteln, etwas besonders und immer willkommen zu sein. Alle Besucher des Werks in Milwaukee, die den Weg von \u201aUncle Frank\u2018 kreuzten, erhielten von ihm einen Liter \u00d6l. Als die ber\u00fchmte Motorradfahrerin Vivian Bales 1929 ihre historische Fahrt von Georgia nach Milwaukee gemacht hatte, z\u00e4hlte Jameson zu den Fahrern, die Bales auf ihrer Heimreise nach Chicago eskortierten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1946 verlie\u00df Jameson Harley-Davidson und wurde Vertragsh\u00e4ndler in Evanston, Illinois. Bei seinem Abschied schenkte die Motor Company ihm sein Dienst-Gespann, eine 74 Cubic-Inch FL von 1941, die angeblich erste, die je gebaut wurde. Niemanden hat es \u00fcberrascht, dass Hap auch als Motorradh\u00e4ndler erfolgreich war, bis er 1955 in Rente ging.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Im Laufe seines Lebens hat sich Jameson auch als talentierter Schreiner und als erfolgreicher Turnier-Schachspieler hervorgetan. Au\u00dferdem war er ein hingebungsvoller Vater, der seine Kinder zu Rallys und Hill Climbs mitnahm. So verwundert es nicht, dass sein Sohn Bob ebenfalls vom Motorrad-Virus befallen wurde und in den 1960er Jahren f\u00fcr H-D arbeitete. 2013 schenkte Bob dem Harley-Davidson Museum<sup>\u2122<\/sup> Fotos und pers\u00f6nliche Gegenst\u00e4nde seines 1978 verstorbenen Vaters.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Motor Company, ihre H\u00e4ndler und alle Fahrer k\u00f6nnen froh sein, dass Hap Jameson 1911 von H-D angeworben wurde und dass sein Weg ihn tats\u00e4chlich nach Milwaukee f\u00fchrte. Auf der Zugfahrt dorthin kam er n\u00e4mlich mit einem Mann ins Gespr\u00e4ch, der sofort Jamesons F\u00e4higkeiten und seinen Charme erkannte und ihm auf der Stelle einen Job anbot. Nach einer freundlichen Absage seitens Jameson \u00fcberreichte der Mann ihm seine Visitenkarte \u2013 f\u00fcr den Fall, dass Hap es sich noch anders \u00fcberlegen w\u00fcrde. Der Name auf der Karte? Henry Ford.<\/p>\n\n\n<div class=\"wp-block-image\">\n<figure class=\"aligncenter size-large\"><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/hog.thecreativeplot.com\/en-eu\/wp-content\/uploads\/2024\/12\/happy-go-lucky-2000_3-804x1024.jpg\" alt=\"Hap Jameson on a motorcycle\" class=\"wp-image-1979\"\/><\/figure>\n<\/div>\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">PHOTOGRAPHS COURTESY OF THE HARLEY-DAVIDSON MOTOR COMPANY ARCHIVES. COPYRIGHT H-D\u00ae.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Motor Company ist dankbar, in ihren fru\u0308hen Jahren von den F\u00e4higkeiten einer so<br \/>\nbegnadeten Pers\u00f6nlichkeit profitiert zu haben<\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":2450,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":""},"categories":[6],"tags":[9],"class_list":["post-2552","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-stories","tag-archiv"],"acf":[],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hog.thecreativeplot.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2552","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hog.thecreativeplot.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hog.thecreativeplot.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hog.thecreativeplot.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hog.thecreativeplot.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=2552"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hog.thecreativeplot.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2552\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":2554,"href":"https:\/\/hog.thecreativeplot.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/2552\/revisions\/2554"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hog.thecreativeplot.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/2450"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hog.thecreativeplot.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=2552"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hog.thecreativeplot.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=2552"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hog.thecreativeplot.com\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=2552"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}