Vom Kurvenkratzen zum Papierzerreißen – Collagekunst, die ihre Inspiration von Harley-Davidson bezieht
Die Collagen des Schweizer H.O.G.® Members Roland Bacher schöpfen aus einem erfüllten Leben auf zwei Rädern, das vom Motorrad-Restaurieren über den Motocross-Sport bis zur späten, aber entschlossenen Hinwendung zu Harley-Davidson so ziemlich alles umfasst hat
“Meine Collagen sind kein Zufall.” So spricht Roland, dessen Collagekunst von seiner lebenslangen Beziehung zu Motorrädern inspiriert worden ist. Mit Geschichten und Bildern aus dem Harley Leben kreiert er visuelle Stücke, die nicht zeigen, wie eine Harley® aussieht, sondern wie sie sich anfühlt.
Lange bevor er zum ersten Mal eine Harley-Davidson® gefahren ist, hat er abgemeldete und ausrangierte Gebrauchtmaschinen gekauft, sie wieder aufgebaut und neu lackiert. Dabei lernte er nicht nur das Motorradfahren, sondern auch, eine Maschine von Grund auf zu verstehen. “Die Technik, das Design und der Charakter waren mir immer gleichermaßen wichtig”, erinnert er sich.
Im Laufe der Jahre hat er durch diese intensive Beschäftigung mit den Motorrädern eine Vielzahl von Marken und Modellen kennengelernt. Das Motocross-Fahren hat darüber hinaus sein Gespür für Dynamik, Bewegung und schiere Kraft intensiviert – dieselben Zutaten, die nun seine visuelle Sprache antreiben.

Der Harley Wendepunkt
Roland ist erst spät zu Harley-Davidson gekommen, aber dann auch richtig – es traf ihn voll ins Herz und markierte einen deutlichen Wendepunkt in seinem Leben. Seine Harley Reise hat mit der legendären Fat Boy® begonnen, dann kam eine Fat Boy 110 S und schließlich eine der frühen Road Glide® Ultras.
Das Fahren dieser Motorräder, so sagt er, habe seine Sicht auf das Thema Harley-Davidson verändert.
“Ich habe endlich verstanden, was die Leute meinen, wenn sie sagen: ‘Gott würde eine Harley fahren'”, lächelt er. Für ihn ist Harley keine einfache Idee, die man auf ein Wort reduzieren kann. “Harley bedeutet nicht nur Freiheit, Harley ist auch eine Einstellungssache, viel Geschichte und ein Echo der Roaring Seventies.” Das sind die Gefühle, die er in seinen Collagen festzuhalten versucht – “das Ungezähmte, das Zeitlose, das Abenteuer.”
Der Kreis schließt sich mit der Pan America
“Die Pan America™ hat mich zum Ursprung zurück geführt”, sagt Roland, und er erklärt, wie dieses Modell in ihm die Freude am Offroad-Fahren wieder geweckt hat und gleichzeitig den Spaß mit modernster Technologie und fortschrittlicher Sicherheit verbindet. Die Pan America vereint für ihn die verschiedene Seiten des Motorradfahrens in einer Maschine.
Sie spiegelt auch wider, wie Roland an die Kunst herangeht. Als eine Art Außenseiter unter den verchromten traditionellen Harleys wirkt die Pan America sinnbildlich für seine kreative Denkweise – tief in der Tradition verwurzelt, aber absichtlich anders. Oder wie er es ausdrückt: “respektvoll gegenüber der Tradition, aber bewusst unabhängig.”



Vom Biker zum Collagekünstler
Harley-Davidson ist für Roland mehr als nur eine Marke, nämlich “ein Lebensstil, den ich jeden Tag lebe und atme.” Er ist fasziniert von der einzigartigen Motorentechnologie, von der reichen Geschichte und von dem, was er den unvergleichlichen Mythos dieser Motorräder nennt.
Diese Faszination hat die Idee hinter seinen Kreationen entfacht: Berichte und Storys aus Motorradzeitschriften und Harley Magazinen in eine lebendige Collage zu verwandeln – rein zu seinem eigenen Vergnügen und um sich künstlerisch auszudrücken. “Mit dieser visuellen Kommunikation möchte ich den Puls des Harley Lebens weltweit spürbar machen und die Faszination von Harley-Davidson weitergeben.”
Roland erklärt, dass seine Collagen dadurch entstehen, dass er mehrere Kernideen von Harley zusammenführt. Wenn er sie zu einem Stück kombinieren kann, sagt er, könne er “das Wesen von Harley-Davidson einfangen” und sowohl “die Geschichte als auch die Leidenschaft hinter der Marke Harley-Davidson” vermitteln.
Er fühlt sich zu “Harley Meetings und Ausfahrten” und zu der “ausgelassenen Atmosphäre bei den Veranstaltungen und Festivals” hingezogen – zu der “Dynamik und der Gemeinschaft der Harley Fahrer”. Man sieht oft Menschen in typischer Harley Kleidung, weil – so Roland – die Biker und ihr kollektives Empfinden Teil der Geschichte sind.
Umbauten von Neuem und Altem
Roland sucht nach “Umbauten von Modernem und von Klassischem”, die die “Vielfalt und Kreativität der Harley Community” zeigen. Sein besonderes Interesse gilt den Details, zum Beispiel Nahaufnahmen markanter Teile wie individueller Tanks, Lenker oder Auspuffanlagen.
Um das Customizing in der Vergangenheit zu verankern und die Entwicklung der Marke im Laufe der Jahre zu zeigen, nutzt er historische Fotos, Dokumente und alte Werbung für wichtige Meilensteine der Harley Geschichte.
Dazu kommt dann noch das, was er den Mythos nennt – ikonische Bilder, die den Geist der Freiheit und die Wurzeln der Marke einfangen: endlose Highways, wilde Landschaften und Harley Fahrer, die den amerikanischen Traum leben.
Wenn man alle diese Themen zusammenbringt, sagt er, beginnt die Collage genau das zu tun, was er beabsichtigt, nämlich nicht Harley wörtlich zu beschreiben, sondern ein Gefühl davon zu vermitteln.
Roland macht deutlich, dass seine Collagen keine Darstellungen realer Situationen darstellen. Stattdessen verdichten sie Erinnerungen, Träume und Motorraderlebnisse zu neuen visuellen Erzählungen. Sie sind Ausdruck seiner eigenen Kreativität und der Art und Weise, wie ihn die Marke inspiriert – durch das Motorradfahren, durch gemeinschaftliche Erlebnisse und nun auch durch Kunst.



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