Kroatien ruft: Belgische H.O.G. Mitglieder nehmen einen weiten Weg zur European H.O.G. Rally

Stef und Luc, zwei ziemlich beste Freunde aus Belgien, haben die Schwierigkeiten auf ihrer Fahrt nach Medulin nur noch enger zusammengeschweißt

Stef Vandersmissen und Luc Veef waren am 6. Juni 2025 mit großem Enthusiasmus zu ihrer lang ersehnten Motorradreise zur europäischen H.O.G. Rally im kroatischen Medulin aufgebrochen. Ihre Route führte sie in 12 Tagen durch nicht weniger als 16 Länder und war durchdrungen vom Geist des Abenteuers, der Freundschaft, der Natur und natürlich von dem der Harley Community.

Tag 1

Der erste Tag war geprägt von einer langen Fahrt: Sie hatten 870 Kilometer überwiegend auf Autobahnen bis nach Teplice in Tschechien vor sich. Erschwert wurde das Fahren durch stundenlangen Regen. In Chemnitz legten sie beim örtlichen Händler eine Pause ein, wo sie herzlich aufgenommen wurden. Kurz nachdem sie wieder aufgebrochen waren, stellte Luc fest, dass an seiner Maschine ein Schalldämpfer gebrochen war.  Mit dem, was zur Hand war, nämlich mit Kleiderbügeln und Klebeband, gelang den beiden eine provisorische Reparatur. Immer noch guter Laune, fuhren sie weiter.

Tag 2

Weiter ging es auf kurvigen Bergstraßen durch Tschechien und Polen. Es regnete wieder anhaltend, aber die Landschaften waren atemberaubend. Sie verzichteten auf den geplanten Stopp an der Schädelkapelle in Szermna. In Malá Morávka konnten sie bei einer Mountainbike-Preisverleihung zu Abend essen, die Nacht verbrachten sie anschließend in einem Ski-Hotel.

Tag 3

Am dritten Tag legten sie 500 Kilometer durch Polen und dann durch die Slowakei Richtung Ukraine zurück. Der Regen entwickelte sich zu ihrem ständigen Begleiter. Im slowakischen Kaluža wartete eine angenehme Überraschung auf sie: Obwohl das Restaurant ihres Hotels geschlossen war, wurde für sie gekocht, und sie konnten ein privates Abendessen mit Blick auf einen See genießen.

Tag 4

Endlich gab es etwas Sonnenschein, aber mit dem Rest des Tages hatten die beiden nicht so viel Glück. An der ukrainischen Grenze stellten sie nämlich fest, dass sie für die Einreise Reisepässe brauchten. Die hatten sie nicht, also waren sie gezwungen, umzukehren und ihre Reise über Ungarn und Rumänien fortzusetzen. Im rumänischen Arad schlug das Schicksal zu. Stef wurde an einer Kreuzung von einem Auto angefahren, wobei er sich eine Prellung an der Hand zuzog und sein Motorrad beschädigt wurde. Mit Hilfe seines Freundes und einiger anderer Biker kehrte Stef nach Belgien zurück, und Luc fuhr alleine weiter. Er musste einen 150 Kilometer langen Umweg über dunkle Landstraßen fahren, um sein nächstes Hotel in Serbien zu erreichen.

Tag 5

Luc setzte seinen Weg durch Serbien fort, dann fuhr er durch Bosnien und Herzegowina. Er verbrachte die Nacht auf einem Glampingplatz an einem Stausee in Jablanica, wo er die Ruhe, die Natur und am Spieß gebratenes Lamm genoss. Der Aufstieg zu seinem Zelt war hart, aber die Aussicht war atemberaubend. In der Zwischenzeit suchte Stef nach einer Möglichkeit, Medulin noch rechtzeitig zur Rally zu erreichen!

Tag 6

Luc setzte seine Allein-Fahrt über die zerklüfteten Bergstraßen Bosniens fort und fuhr dabei durch Gebiete, in denen Teile der Straße vollständig weggespült worden waren. Schließlich erreichte er Pag, eine kroatische Insel in der Adria, und nahm sich etwas Zeit, um sich auszuruhen. Nach einer herzlichen Begrüßung durch die Gastgeber seines B&B tankte er etwas Sonne, nahm ein erfrischendes Bad und ließ sich ein köstliches Abendessen schmecken. Während Luc die Entspannung genoss, hatte Stef einen Flug nach Pula gefunden und gebucht.

Tag 7

Es sollte nicht mehr lange dauern, bis Stef und Luc sich wiedersehen würden: Als Luc die Fähre zurück zum Festland nahm und die atemberaubende kroatische Küste entlang fuhr, hörte er, dass Stefs Flugzeug am Abend landen würde. Ihr Wiedersehen war sehr herzlich und emotional. Wieder vereint machten sie sich auf den Weg nach Medulin, um in die Festival-Atmosphäre einzutauchen.

Mit den anderen feiern

Am Freitag und Samstag genossen die beiden die H.O.G. Rally: Musik, Tausende von Harleys, Begegnungen mit anderen Chaptern und mit alten Freunden. Am Samstagabend wurden sie sogar auf die Bühne gerufen und zusammen mit einem weiteren H.O.G. Mitglied für die zweitlängste Anfahrt zur Rally geehrt – eine schöne Anerkennung für ihr Durchhaltevermögen.

Am Sonntag brach Luc zur Rückreise auf und fuhr 430 Kilometer nach Österreich. Er trotzte Staus, Hitze und Unfällen, und kam sicher in seinem Hotel an. Stef blieb etwas länger in Pula, erkundete die Stadt, besuchte die römische Arena und den Hafen und genoss die herrliche Atmosphäre.

Luc fuhr sein Motorrad über Deutschland, Frankreich und Luxemburg nach Hause zurück, Stef nahm ein Flugzeug nach Charleroi in Belgien.

Die Endabrechnung

Trotz des Pechs, das er auf dem Weg erlitt, hatte Stef eine wunderbare Zeit in Medulin, und Luc kam mit 5.163 km mehr auf dem Tacho als beim Losfahren nach Hause zurück. Rückblickend erklären Luc und Stef übereinstimmend, dass die Reise trotz der Herausforderungen und Rückschläge dazu beigetragen hat, ihren Zusammenhalt zu stärken und zu beweisen, dass wahre Freundschaft nicht an Widrigkeiten zerbricht – ihre gemeinsame Begeisterung fürs Reisen, für Motorräder und für ihre Freundschaft übersteht alles.


Schlagwörter:


Lies weitere Geschichten der Harley Owners Group!

Bereite Dich auf unsere Veranstaltungen im nächsten Jahr vor

Hast Du schon mit der Planung Deiner Reisen für 2026 begonnen? In ganz Europa gibt es zahlreiche Rallys, auf die Du Dich freuen kannst. Hier sind die Fakten…

Mehr lesen

Gewinne ein Insta360 X5 und ein Motorrad-Bundle

Wenn Du gerne Deine Ausfahrten filmst, gibt es nichts Besseres… Insta360 verschenkt drei Kameras.

Mehr lesen

Die Ergebnisse der Chapter Challenge 2025 liegen vor

Erfahrt, wer die Chapter Challenge 2025 gewonnen hat und warum Euer Chapter auch teilnehmen sollte.

Mehr lesen

Teile Deine Fotos und Storys von unterwegs.

Einreichen