Ein Harley-Davidson Enthusiast kämpft im Westen von Deutschland für die Rettung streunender Hunde

Den größten Stellenwert im Leben von Jens Waldinger genießen drei Dinge: seine Familie, Tiere und seine Harley-Davidson®

Der treue Blick aus ihren braunen Augen, das hoffnungsvolle Lächeln und der wedelnden Schwanz verraten sofort, wie sich Hunde die Bezeichnung “bester Freund des Menschen” verdient haben. Einige von ihnen fahren sogar mit ihrem Herrchen oder Frauchen Motorrad und genießen mit einer Schutzbrille auf der Nase den Fahrtwind auf dem Soziusplatz oder im Beiwagen einer Harley-Davidson®. Das ist nichts Neues – wenn man die Ausgaben der Zeitschrift The Enthusiast® von vor mehr als hundert Jahren durchblättert, mangelt es nicht an Bildern von Hunden, die gemeinsam mit Bikern zu neuen Abenteuern aufbrechen.

Doch leider haben nicht alle dieser treuen Begleiter das Glück, in einem liebevollen Zuhause gelandet zu sein – zumindest nicht sofort. Jens, der in einem kleinen Dorf im Hunsrück lebt, setzt sich dafür ein, möglichst vielen dieser Vierbeiner eine neue Chance zu geben. Er widmet einen Großteil seiner Freizeit der Rettung von Straßenhunden, die von ihren Besitzern ausgesetzt und ihrem Schicksal überlassen worden sind.

“Hunde waren schon immer ein wichtiger Teil meines Lebens – seit meiner frühesten Kindheit”, sagt Jens. “Ein entscheidender Wendepunkt für mich war 2011, als ich sah, was mit den Straßenhunden in der Ukraine im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft passierte – sie wurden systematisch abgeschlachtet. Die brutale Realität ist, dass in vielen Ländern streunende und ausgesetzte Tiere oft schon nach kurzer Zeit eingeschläfert werden. Das war der Moment, in dem mir klar wurde, dass ich mehr tun muss, als nur meinen eigenen Hund zu Hause zu knuddeln.

Zuerst bin ich als Freiwilliger in die Ukraine gereist, um beim Einfangen von Hunden für die Kastration zu helfen. Aber ich wollte noch mehr tun, also habe ich meine eigene Organisation gegründet. Seitdem habe ich zwei Tierheime gebaut, in denen rund 500 Tiere leben, mehreren tausend Tieren geholfen wurde, ein liebevolles Zuhause zu finden, und noch mehr Tieren das Leben gerettet wurde.”

Jens hat in seiner Leidenschaft für die Rettung von Tieren viele Schwierigkeiten überwinden müssen – von staatlicher Bürokratie bis hin zur Gleichgültigkeit der Öffentlichkeit, aber sein Ziel bleibt unverändert, so viele Tiere wie möglich vor dem sicheren Tod zu retten. Zur Zeit sammelt er Spenden für den Bau eines Rettungs- und Aufnahmezentrums im rheinland-pfälzischen Bitburg.

“Im Moment ist meine größte Sorge, dass ich die Tiere in unserer Obhut weiterhin versorgen kann”, sagt er. “Wir erhalten keine staatliche Unterstützung und sind ausschließlich auf Spenden angewiesen – aber mit den steigenden Kosten und den sinkenden Realeinkommen nimmt die Bereitschaft zum Spenden leider ab. Wir freuen uns über jede Form der Unterstützung, sei es durch eine kleine Spende oder einfach nur durch das Teilen unserer Beiträge in den sozialen Medien. Jede noch so kleine Hilfe zählt und ermöglicht uns, weiterhin Tierleben zu retten.”

In der begrenzten Freizeit, die ihm bleibt, wenn er nicht gerade Zeit mit seiner Familie verbringt oder vernachlässigte Tiere rettet, findet Jens Trost und Ruhe beim Fahren seiner Harley-Davidson.

“Motorradfahren ist wirklich mein letztes richtiges Hobby”, sagt Jens. “Wie sich jeder vorstellen kann, bedeutet die Arbeit in der Tierrettung, viele herzzerreißende Dinge mitzuerleben. Auf meine Harley-Davidson V-Rod® zu steigen, den Motor zu starten und loszufahren – das ist meine Form der Meditation. In diesem Augenblick vergesse ich all meine Sorgen und alles, was mich belastet. Ich genieße einfach die Fahrt, den Wind, die Landschaft und das Gefühl von Freiheit. Wenn das Wetter gut ist, findet man mich bei jeder sich bietenden Gelegenheit auf dem Motorrad, oft an der Seite meiner Frau mit ihrer Sportster® 883.

Eine meiner schönsten Erinnerungen an das Motorradfahren ist der Besuch der Hamburg Harley Days in diesem Jahr – so etwas wie die Parade habe ich noch nie erlebt, das war absolut fantastisch”, erinnert er sich. “Das Gefühl war einfach gigantisch. Tausende von großartigen Motorrädern waren unterwegs, fröhliche Menschen säumten die Straßen und jubelten uns zu – die Atmosphäre war phänomenal und zeigt, was es bedeutet, eine Harley-Davidson zu fahren.”

Um mehr über Jens Projekt zu erfahren, klick einfach hier oder besuche seine Facebook-Seite.


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