Lerne das Harley-Davidson Museum am Ask an Archivist Day kennen
Stammgäste der Harley-Davidson Museum™ Bike Night hatten die Gelegenheit, Archivare zu befragen und so mehr über ihre Arbeit zur Bewahrung der Geschichte der Motor Company zu erfahren
Text von Kristina McGuirk, leitende Archivarin am Harley-Davidson Museum
Der in den USA jährlich im Oktober stattfindende Ask an Archivist Day dient dazu, das Bewusstsein für die Arbeit und die Bedeutung von Archiven und Archivaren zu schärfen. Für das Harley-Davidson Museum™ ist dieser Tag eine fantastische Gelegenheit herauszufinden, was die Menschen an der Sammlung des Museums interessiert, und die in der Öffentlichkeit vorherrschende Meinung kennenzulernen.
Das Museum beteiligt sich deshalb auf verschiedene Weise an der Initiative, unter anderem über Facebook, X, Instagram sowie über interne Mitarbeiterkanäle. In diesem Jahr allerdings haben wir unsere Aktivitäten auch noch um eine Präsenzveranstaltung ergänzt. Engagierte Teilnehmer, die in diesem Jahr bei jeder Veranstaltung der Thursday Bike Night Konzertreihe im Museum dabei waren, wurden zu einer Live-Frage-und-Antwort-Runde mit allen Archivaren ins Archiv eingeladen.
Die Sitzung hat mit einer formellen Einführung mit Informationen über unsere Arbeit und die Geschichte der Sammlung begonnen, dann haben wir um Fragen aus dem Publikum gebeten. Natürlich hat die Durchführung einer Session in einer Motorradsammlung viele Fragen zu den Motorrädern selbst aufgeworfen – darunter die Frage, die wir am häufigsten hören: “Welches ist Euer Lieblingsmotorrad?” Unsere Antwort darauf ändert sich ständig, aber im Geiste des Tages seien einige der anderen Fragen (und Antworten) erwähnt, die unsere neugierigen Gäste gestellt haben.
Werden die Bikes, die im Archiv stehen, jemals im Museum ausgestellt?
Ja! Obwohl wir glauben, dass unsere beeindruckendsten Motorräder bereits ausgestellt sind, machen wir alle paar Jahre eine neue Wechselausstellung, und sogar in unseren Dauerausstellungen werden gelegentlich Exponate ausgetauscht.
Ab wann waren die Reifen schwarz und nicht mehr weiß?
Ab den 1910er Jahren waren die Reifen nicht mehr milchig-weiß, sondern schwarz, weil man begann, bei ihrer Herstellung Ruß einzusetzen. Zuvor hatten die Reifen die Farbe von Naturgummi, nämlich Weiß. Die Reifenhersteller nutzen den Ruß zur Verstärkung der mechanischen Eigenschaften des Gummis – seitdem sind Reifen schwarz. Deshalb sieht man nur unsere ältesten Modelle wie die Serial One mit weißen Reifen.
Hat jemals Hollywood zu Euch Kontakt aufgenommen?
Natürlich wollen sie sich ab und zu etwas von uns leihen – aber das heißt nicht, dass wir ihnen etwas borgen! Aber Spaß beiseite! Unser Ziel als Archivare ist es, die Sammlung für die zukünftige Nutzung durch die Motor Company und für die zukünftige Freude der Museumsbesucher zu schützen. Deshalb halten wir uns mit dem Ausleihen von Exponaten sehr zurück und begnügen uns lieber mit Fotos und Informationen, wenn wir damit weiterhelfen können. Kürzlich haben wir die Bessie Stringfield Dokumentation unterstützt, indem wir Bikes und Epochen von Fotos identifiziert und kontextuelle Informationen bereitgestellt haben. Außerdem gibt es eine ganze Unternehmenssparte, die Hollywood-Produktionen in solchen Fällen unterstützt. Es ist eher umgekehrt, dass wir gelegentlich Bikes von verschiedenen Film- und TV-Produktionen kaufen.
Wird Eure Sammlung jemals online gehen?
Das ist eine gute Frage, die uns vor allem von Museumsbesuchern aus dem Ausland oft gestellt wird. Die kurze Antwort lautet: vielleicht! Wir finden die Idee sehr gut, die Harley-Davidson Geschichte zugänglicher zu machen, deshalb nutzen wir auch Möglichkeiten wie Google Arts and Culture, um mit unseren Geschichten und Artefakten ein breiteres Publikum zu erreichen. Das komplette H-D Archiv online zu stellen, wäre praktisch nicht möglich, aber wir prüfen derzeit Möglichkeiten, Teile der Sammlung für die Öffentlichkeit zugänglich zu machen.
Laufen die Motorräder?
Die meisten Motorräder in der Sammlung würden laufen, wenn wir Öl und Kraftstoff auffüllen würden. Ein Teil des Konservierungsprozesses besteht jedoch darin, Batterien, Kraftstoff und Öl zu entfernen, weil diese Komponenten mit der Zeit funktionsuntüchtig werden können. Außerdem ist es auch sicherer, die Motorräder ohne diese Komponenten zu lagern. Unser Ziel ist die langfristige Erhaltung, deshalb lassen wir die Motoren der Fahrzeuge in der Sammlung normalerweise nicht laufen.
Was macht Ihr, wenn Euch der Platz ausgeht?
Wir haben genug Platz für 349 Motorräder. Wir haben derzeit 325 Motorräder im Lager… Hoffentlich haben wir noch ein paar Jahre vor uns, bevor uns der Platz ausgeht.
Das Interesse an den Bikes ist nicht zu leugnen, deshalb haben wir nach einer Weile Gäste eingeladen, sie sich anzuschauen (niemals zu berühren!) und uns zu sagen, was sie sonst noch gern sehen würden oder was ihnen sonst noch einfällt.
Schlagwörter:
Lies weitere Geschichten der Harley Owners Group!
Bereite Dich auf unsere Veranstaltungen im nächsten Jahr vor
Hast Du schon mit der Planung Deiner Reisen für 2026 begonnen? In ganz Europa gibt es zahlreiche Rallys, auf die Du Dich freuen kannst. Hier sind die Fakten…
Gewinne ein Insta360 X5 und ein Motorrad-Bundle
Wenn Du gerne Deine Ausfahrten filmst, gibt es nichts Besseres… Insta360 verschenkt drei Kameras.
Die Ergebnisse der Chapter Challenge 2025 liegen vor
Erfahrt, wer die Chapter Challenge 2025 gewonnen hat und warum Euer Chapter auch teilnehmen sollte.