Marc Champy bereitet sich auf den 100. Händlerbesuch im Rahmen seiner Weltreise zu Harley-Davidson Händlern vor
Weltweit gibt es mehr als 1.000 Harley-Davidson® Vertragshändler, und ein H.O.G.® Member hat es sich zur Aufgabe gemacht, so viele wie möglich von ihnen zu besuchen
Text von David Sexton
Marc Champy hat bereits 96 Harley-Davidson® Händlern auf seiner Weltreise einen Besuch abgestattet und steht kurz davor, seinen 100. Besuch in Warschau zu feiern. Unterwegs hat er bislang etwa 80 Poker-Chips gesammelt, die meisten davon sind ihm von großzügigen Händlern gespendet worden. Zu Beginn seiner Reise hat Marc die Chips gekauft, aber er hat schnell gemerkt, dass es angesichts des Ausmaßes seines Plans zu teuer werden würde, sie alle zu bezahlen.
Sein Abenteuer hat am 1. April 2025 begonnen, und er schätzt, dass es zwischen fünf und sieben Jahre dauern wird, seinen Plan in die Tat umzusetzen. Die Idee für diese Herausforderung ist ihm gekommen, nachdem er 2023 mit ein paar Freunden an allen 500 Meilen Rundfahrten in Europa sowie an diversen anderen Events und Touren teilgenommen hatte. Nachdem er sich gefragt hatte, was er als Nächstes machen könnte, beschloss Marc, eine weltweite Tour zu Harley-Davidson Vertragshändlern zu unternehmen – ein Projekt, das mehr als 14 Monate Planung und Vorbereitung erforderte. Trotz ein paar unvorhergesehener Ereignisse, die Einfluss auf seinen Routenverlauf genommen haben, hält er an seinem eigentlichen Plan nach wie vor fest.



Marcs Leidenschaft für Harleys begann in den 1980er Jahren, als er noch ein Junge war. “Vor mir stand ein Biker auf seinem Chopper mit glänzendem Chrom und schwarzem Lack – der laufende Motor machte ein Geräusch, das ähnlich klang wie galoppierende Pferde”, erinnert er sich. “Als er losfuhr, hat er kräftig Gas gegeben, und der Sound der Maschine fuhr mir durch den ganzen Körper – seit diesem Tag bin ich ein Harley® Fan.” Marc fährt derzeit eine Electra Glide®, die er für seine Reise benutzt.
Einer der überraschendsten Aspekte seiner bisherigen Reise war der überaus herzliche Empfang, der ihm überall bereitet worden ist. Marc beschreibt die Harley-Davidson Community als eine “große, grenzenlose Familie”, in der die Menschen ihm Hilfe anbieten und ihre Kontaktdaten geben – für den Fall, dass er jemals Hilfe braucht. Diese Gesten haben bei ihm einen bleibenden Eindruck hinterlassen. “Ich habe sogar Leute getroffen, die mir ihre Visitenkarten gegeben haben und mir versprochen haben, dass sie kommen würden, um mir zu helfen, wenn ich Probleme hätte – egal zu welcher Zeit und an welchem Ort. Ich fand das sehr berührend und freundlich.”
Zu den Erlebnissen, an die er sich am liebsten erinnert, gehören die Gespräche bei einem Kaffee mit den Händlern und die abendlichen Treffen mit den Chaptern. Fahrten über besonders schöne Motorradstraßen spielen für ihn auch eine wichtige Rolle. Anfangs gefielen Marc Schottland und Irland am besten, inzwischen führen die norwegische Westküste und das Nordkap seine Hitliste an – die Mücken mal außen vorgelassen.
Seine bisherige Reise hat ihn gelehrt, nicht zu weit im Voraus zu planen, weil Änderungen oft unvermeidlich sind. Stattdessen organisiert er Unterkunft und Routen jetzt in letzter Minute. Er hat auf seinem Weg zahllose H.O.G.® Mitglieder getroffen, oft bei Händlern oder sogar an Tankstellen, die ihm mit Tipps und Empfehlungen helfen konnten. Zu seinen Highlights gehörten Chapter-Events, darunter ein Brunch und eine Fahrt entlang der irischen Küste mit dem Celtic Thunder Chapter, ein Freitagabendessen und eine Übernachtung beim Chapter 1 Aros in Dänemark sowie ein unvergessliches Finnish Harley Weekend mit Chaptern aus Finnland, Schweden und Norwegen.


Die Reaktionen auf sein ehrgeiziges Ziel fallen unterschiedlich aus – manche halten ihn für verrückt, andere bewundern seine Entschlossenheit und träumen davon, etwas Ähnliches zu tun. Zu den Herausforderungen gehörte es, unfallträchtige Situationen heil zu überstehen – insbesondere in großen Städten. Einen besonders dramatischen Vorfall gab es in Deutschland, als einem Lkw auf der Autobahn ein Reifen platzte und dabei das Ventil am Hinterrad von Marcs Motorrads abriss. “Ich fuhr mit 120 km/h auf der mittleren Spur. Meine Maschine schlingerte heftig wegen des Plattens hinten, und es war nicht einfach, sie zwischen den Lastern hindurch auf die Standspur zu bugsieren”, erzählt er. “Aber heute kann ich darüber lächeln… es ist halt Teil des Abenteuers.”
Unterwegs gab es ungewöhnliche Händler zu sehen – von einem in Deutschland, der Aluminiumräder herstellt, über ein anderes Geschäft, das in einem ehemaligen Postamt untergebracht ist, bis hin zu einem, das einer Kathedrale in Belgien ähnelt. Marc schätzt die Begegnungen mit außergewöhnlichen Menschen besonders, die ihn an ihren Fähigkeiten und Geschichten teilhaben ließen, und bezeichnet sie als den bedeutungsvollsten Teil seiner Reise. Wenn er irgendetwas im Nachhinein anders machen könnte, dann wäre es, gleich am Anfang einen Anhänger für sein Motorrad zu kaufen. Am Anfang ist er mit einem 65-Liter-Koffer gefahren, der die Maschine instabil gemacht hat. Seitdem er ihn durch einen Anhänger ersetzt hat, ist alles in bester Ordnung. Mit Blick auf die Zukunft plant Marc, 1.300 Händler in 100 Ländern auf fünf Kontinenten zu besuchen. Für diejenigen, die seine Abenteuer verfolgen möchten, teilt Marc Updates auf Instagram und Facebook, während sein Auftritt auf YouTube noch in Arbeit ist.


















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