Ein Leben voller Abenteuer: mit einer Harley-Davidson ständig unterwegs

Jim Williams, ein H.O.G.® Mitglied aus Kanada, hat schon Hunderttausende von Meilen mit seiner Harley zurückgelegt

In Williams Leben haben Motorräder eigentlich schon immer eine Rolle gespielt. Während seines Studiums in Toronto in den 1970er Jahren fuhr er bereits sein zweites Motorrad. Zu der Zeit konnte er auch zum ersten Mal eine Harley-Davidson® ausprobieren, als nämlich sein Bruder eine 1000er Sportster® aus dem Jahr 1975 kaufte. Seitdem dreht sich sein Kilometerzähler unaufhaltsam!

Doch wie es so oft passiert, hatte das Leben erst einmal andere Pläne, und Jim zog sich eine Zeit lang vom Motorradfahren zurück, als er sein Studium an der State University of New York fortsetzte. 1998 nahm er dann einen Lehrauftrag an der American University in Dubai an und kaufte sich dort eine neue 1200er Sportster. Jim konnte wieder das tun, was er am liebsten macht.

“Es war ein fantastisches Motorrad, und ich habe in meinem ersten Jahr dort drüben 40.000 Kilometer damit zurückgelegt”, erinnert er sich. “Ich bin das ganze Jahr über gefahren und habe unter der glühenden Sonne bei 50 Grad so manche Batterie zum Kochen gebracht. Der Vertragshändler in Dubai hatte mir für die Sportster ein Paket mit regelmäßigen Inspektionen ohne Kilometerbegrenzung angeboten. Als ich 1999 meine nächste Harley® kaufte – eine FXDX Super Glide® Sport – hat er davon vorsichtshalber Abstand genommen!”

Erst der Anfang

Die beiden Maschinen waren nur der Anfang einer ganzen Reihe von Harleys, von denen sich Jim in der Regel immer erst trennte, wenn er mit ihnen eindrucksvolle Distanzen zurückgelegt hatte.  Seine Road King® Custom von 2007 war wahrscheinlich seine am häufigsten genutzte Maschine – damit legte er bemerkenswerte 112.000 Kilometer zurück. Dichtauf folgt seine 2001er Sportster, die beim Verkauf 85.000 Kilometer auf der Uhr hatte. Zu den weiteren Modellen, die durch Jims Hände gegangen sind, zählen Street Bob®, Heritage Classic, Electra Glide® und Low Rider® ST.

Eine seiner Heritage Classics stammte aus dem Jahr 1995 und leistete ihm gute Dienste auf einer Reise von Hamilton in Ohio nach Los Angeles in Kalifornien und wieder zurück. “Ich bin mit dem Bike drei großen Sommertouren gefahren”, erinnert er sich. “Der Trip nach LA hat 13 Tage gedauert, in denen ich rund 10.000 Kilometer gefahren bin – ohne Tempomat und all die anderen Annehmlichkeiten moderner Bikes.”

Derzeit besitzt er in Kanada eine 2021er Heritage 114 Classic und in Großbritannien eine 2023er Low Rider ST Fast Johnnie. Damit hat er immer einen angemessenen Untersatz zur Verfügung, auf welcher Seite des Atlantiks er sich auch gerade befindet. Jim hat damit begonnen, genau zu notieren, wie viele Kilometer er zurücklegt, als er festgestellt hat, dass ihn die Versicherungsgesellschaften in Großbritannien vor Abschluss eines Vertrages nach seiner jährlichen Kilometerleistung fragen.

“Ich erinnere mich, wie ich einmal von Großbritannien aus einem Händler in Toronto eine E-Mail mit Details zu meiner zwei Jahre alten Electra Glide geschickt habe und dabei als Kilometerstand 35.000 angegeben habe”, sagt Jim. “Sie haben mir eine E-Mail zurückgeschickt und gefragt: Du meinst 3.500 km?”

Der Ruf der Straße

Das Motorradfahren bedeutet Jim sehr viel. Er ist unter allen möglichen Bedingungen kreuz und quer durch die USA, Kanada, Großbritannien und Europa gefahren – von 45 Grad Hitze in Utah bis zu -7 Grad Kälte auf dem Trans-Canada Highway. Er hat alle diese Touren genossen, einschließlich der diversen Herausforderungen, die damit verbunden sind. Obwohl er meistens alleine fährt, hat Jim es sich zur Gewohnheit gemacht, jeden Sommer nach Kanada zurückzukehren, um mit seinem Bruder Ed lange Roadtrips durch die USA zu unternehmen. “Wir sind aus dem gleichen Holz geschnitzt”, erklärt er. “Wir stehen fast jeden Tag um 5:00 Uhr morgens auf und fahren dann bis zum Abend so ungefähr 800 Kilometer.”

Diese Tage sind ein wichtiger Teil von Jims Leben, weil sie ihm die Flucht aus dem Alltag ermöglichen, die ihm hilft, Frieden zu finden. “Das Motorradfahren bedeutet mir sehr viel. Es gibt mir mehr Möglichkeiten zum Nachdenken als alles andere. Ich konzentriere mich einfach auf die Straße und lasse meinen Gedanken freien Lauf”, sinniert er. “Wenn ich mit der Arbeit fertig bin und zu meinem Auto komme, dann ist mein erster Gedanke ‘Mist’. Wenn ich mir dagegen mein Motorrad anschaue, dann denke ich ‘schön’.”

Es summiert sich

Nachdem er oft umgezogen ist – und noch mehr herumgefahren ist – hat sich Jim entschieden, im Laufe der Jahre Harley-Davidon T-Shirts von seinen verschiedenen Wohnorten zu sammeln, zu denen bis heute Amarillo, Michigan, Halifax, Nova Scotia und Manchester gehören. Aber abgesehen von den zahllosen Erinnerungen, die er unterwegs gesammelt hat, während er Meile um Meile abgespult hat, wie weit ist Jim denn nun tatsächlich gefahren? Unglaubliche 542.751 Kilometer – bislang.

Für alle, die darüber nachdenken, es ihm gleich zu tun, hat er einen simplen Ratschlag: “Fahrt einfach darauf los. Genießt jeden Tag und lasst Eure Gedanken schweifen…”


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