Ein Paar ist quer durch Europa gefahren, um die legendäre Band AC/DC zu erleben

Christof Gonzenbach und seine Frau Irma haben mit ihrem Harley-Davidson® Freewheeler eine epische Reise von Gran Canaria nach Madrid mit Abstechern zu drei unvergesslichen Veranstaltungen gemacht, um ihre Idole AC/DC zu erleben

Am Morgen des 31. Mai sind wir in Las Palmas an Bord der Fähre gegangen, die uns in knapp zwei Tagen nach Cádiz im Süden Spaniens bringen sollte. Nach dem Verlassen der Fähre in Cádiz haben wir die Brücke Puente de la Constitución überquert und sind an der hübschen Stadt Olvera vorbei nach Norden gefahren.

Wir haben Granada mit Blick auf die schneebedeckten Gipfel der Sierra Nevada passiert und sind weiter nach Guadix mit seiner malerischen Altstadt und dem Höhlenviertel gefahren, wo etwa 2.000 in Stein gemeißelte Behausungen zu finden sind. Die Höhlen sind immer noch bewohnt und gewährleisten selbst bei den extremen Temperaturunterschieden zwischen Sommer und Winter das ganze Jahr über konstant eine Innenraumtemperatur von etwa 20°C.

Wir sind zwar erklärte Mautgegner, aber da in Spanien vielerorts die Autobahngebühren abgeschafft worden sind, sind wir recht gut vorangekommen. Das ist in Frankreich ganz anders – deshalb sind wir auf unserem Weg nach Italien recht langsam durch Bergtäler nach Briançon und dann durch das Skigebiet Montgenèvre nach Susa in Norditalien vorangekommen.

Dann nahmen wir uns die Zeit, drei Tage lang vorbei an Turin und Novara, Mailand und Brescia durch die Lombardei und Venetien zu fahren. Danach ging es weiter durch Slowenien nach Kroatien. Dort erreichten wir an der Küste von Istrien unseren ersten Zwischenstopp.

Etappenziel Medulin
Die 31. European H.O.G. Rally in Kroatien war die erste Veranstaltung auf unserer Reise. Tausende Harley-Davidson Fans aus ganz Europa und von noch weiter weg hatten sich an der Südspitze der istrischen Halbinsel rund um die Stadt Pula und den beliebten Badeort Medulin versammelt.

Bill Davidson hatte die Veranstaltung eröffnet, und zu den Höhepunkten gehörten eine Ausstellung über die 40-jährige Geschichte der Softail®, die Auftritte mehrere Rockbands und die Custom Bike Show. Die Flaggenparade hat am Samstagmorgen in Pula stattgefunden, und wir haben das Las Palmas H.O.G. Chapter Islas Canarias in der ersten Gruppe von etwa 2.500 Teilnehmern vertreten.

Unser nächstes Etappenziel waren die Days of Thunder, eines der ältesten Biker-Treffen in Österreich. Wir haben die dritte Woche unserer Reise mit der Fahrt durch das Friaul in Italien sowie durch Kärnten nach Tirol in Österreich und auf der großartigen Veranstaltung selbst zugebracht. In Kössen ging es richtig zur Sache. Wir haben ein paar Member vom Sun Hill Chapter in der Schweiz getroffen, zu dem wir von 1992 bis 2017 als Gründungsmitglieder gehört haben.

Am Samstag haben wir uns einem Konvoi von rund 150 Motorrädern angeschlossen, der zum Berggasthaus Grander Schupf gefahren ist, bevor das Festival seinen Höhepunkt erreichte: die Übergabe einer wohltätigen Spende und die Verleihung der Preise für das älteste Motorrad, für das beste Custom-Motorrad und für die weiteste Anreise. In der letztgenannten Kategorie waren wir nicht zu schlagen. Auf unserer Anreise aus Gran Canaria hatten wir mehr als 3.500 km zurückgelegt. Als Preis hat man uns einen Ledergürtel mit einer personalisierten Schnalle überreicht..

Nach mehr als drei intensiven Wochen haben wir uns dann erst einmal eine Woche Pause in der Schweiz gegönnt. Dazu haben wir einen sehr originellen Ort zum Übernachten gewählt – eine Hütte in Form eines Leuchtturms auf dem TCS-Campingplatz in Horw nahe Luzern. Von der Terrasse aus bietet sich ein fantastischer Panoramablick auf die umliegenden Gebirgszüge.

Dann haben wir uns wieder auf den Weg gemacht, und zwar diesmal zum 15. Dax Motors n’ Blues Festival bei Biarritz. Auf unserem Weg zum Thermalbadeort Dax haben wir Frankreich mit Stationen in Besançon, Moulins und Angoulême durchquert. Das Festival ist sowohl eine regionale Musikveranstaltung als auch ein Treffen für Motorradfahrer und Liebhaber klassischer amerikanischer Cruiser.

Wir hatten etwas Zeit zum Sightseeing und haben deshalb eine Fototour durch Bayonne im Südwesten Frankreichs gemacht, bevor wir die Grenze nach Spanien überquert haben, um die Nacht in Oiartzun zu verbringen. Am nächsten Tag haben wir Stunden damit verbracht, uns San Sebastián anzusehen, die Buen Pastor Kathedrale zu besuchen, entlang der Strandpromenade zum Rathaus zu spazieren und durch die Altstadt zu schlendern, um die berühmten regionalen Tapas auf der Plaza de la Constitución zu genießen. Dann haben wir das Urbasa Gebirge auf malerischen Straßen südwärts durchquert und sind nach Vinuesa gefahren.

Am folgenden Tag haben wir Madrid erreicht, wo wir einen kurzen Besuch beim örtlichen Harley-Davidson Händler eingelegt haben, bevor wir uns im nahegelegenen Parque de Polvaranca ausgeruht haben.

Bereit für das große Finale
Das beste Ereignis haben wir uns bis zum Schluss aufgehoben – die AC/DC Pwr/Up Tour am 12. Juli im Estadio Metropolitano, dem Stadion des Fußballclubs Atlético Madrid. Die umliegenden Straßen wurden von der legendären australischen Rockband dominiert, die seit 1973 auf einer Erfolgswelle schwimmt, und in der riesigen Arena wurden T-Shirts, Mützen und andere Erinnerungsstücke wie die berühmten blinkenden Teufelshörner verkauft.

Um 21:30 Uhr hat AC/DC die Bühne betreten: Leadgitarrist und Mitbegründer Angus Young, Sänger Brian Johnson, Rhythmusgitarrist Stevie Young sowie die Neuzugänge Matt Laug am Schlagzeug und Chris Chaney am Bass, bereit, das Stadion mit mehr als 55.000 Fans zu rocken. Die Show endete mit For Those About to Rock (We Salute You) und lauten Kanonenschüssen.

Nachdem wir die beste Rockband der Welt gesehen hatten, war es Zeit, nach Hause zu fahren. Wir quälten uns zwei Tage lang von Madrid nach Cádiz durch die drückende Hitze Andalusiens, verbrachten weitere 37 Stunden auf der Fähre nach Gran Canaria und fuhren schließlich noch 60 km vom Hafen aus nach Hause. In etwas mehr als sechs Wochen haben wir etwa 8.000 km mit dem Freewheeler zurückgelegt – wir hatten keine einzige Panne und mussten dank geschickter Wetterbeobachtung nicht ein einziges Mal unsere Regenkleidung anziehen!


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